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Wie bereits erwähnt schreibe ich auch gerne selbst. Bis jetzt beschränkte sich das größtenteils auf Gedichte. Einige davon werd ich hier einfach mal veröffentlichen. Habt Freude daran!

Beziehungstod

Sie liegt da
Ganz kalt und regungslos
Und träumt von alten Zeiten,
wo sie unantastbar, riesengroß,
nicht voll war, von Unstimmigkeiten.

Sie weint jetzt,
denn hässlich ist sie geworden,
wo sie so stark und schön mal war
und kriegt kein Ehrenkreuz und keinen Orden
für einen Tag oder ein Jahr.

Nun ist sie tot.
Niemand weint ihr hinterher.
Den Kopf und Herz voller Gewohnheit
Wurd sie zu alt und müd und schwer
Und starb an einer Kleinigkeit.
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Genieße die Freundschaft

Wonach steht uns heut der Sinn?
Nach deinem Hier? Nach meinem Dort?
Wir nehmen es selbstverständlich hin,
doch alles wird anders und ist irgendwann fort.

Lass mich dich fest in die Arme schließen,
so fest, dass wir uns fast erdrücken,
dass man nur wenig Tränen muss vergießen,
wenn wir merklich voneinander rücken.

Mein Freund, ich genieße die Momente
In denen ich noch „Freund“ dir sagen kann,
denn jedes noch so feste Glück hat irgendwann ein Ende
und noch weißt du nicht, ich nicht, wann.

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Am Straßenrand

Ich hab sie nicht gekannt,
doch einmal hab ich sie gesehen.
Will ich sie jetzt kennen lernen
Schau ich an den Straßenrand,
wo ein Kreuz und viele Blumen stehen.

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Ich

Wer bin ich?
Ja, das frag ich mich oft.
Eine Maske ohne Gesicht,
die auf eine Antwort hofft.

Gedanken prägen meinen Geist,
auch wenn sie mir oft schaden,
doch denken ist in mir verschleißt
und ist mein Lebensfaden.

Reden zerstört das Denken der Welt,
so möcht ich denn ewig Schweigen.
Auch wenn es anderen nicht sehr gefällt,
nenn ich Stummheit mein eigen.

Doch Schreiben, schreiben ist meine Sprache
Und immer wird sie die meine bleiben,
mit der ich weine, mit der ich lache,
so möchte ich denn ewig weiterschreiben... .

Auch Kunst lässt sich mit mir verbinden,
denn helfen tat sie mir oft sehr
Emotionen zu überwinden,
was ohne sie viel schwerer wär.

Persönlichkeit ist mir nicht fremd,
denn ich besitz gleich viele
und ich glaub, wer mich nicht kennt,
denkt, dass ich viel nur spiele.

Oh ja, ich spiele, das ist wohl war.
Theater ist mein Leben.
Ein andrer Mensch, der Blick ist klar,
neue Welt, ein neues Streben.

Vielleicht kann ich mich deshalb nicht entscheiden,
weil es an Möglichkeiten zu viele gibt.
Gerne würd ich den beneiden,
der sich in einen Charakter schmiegt.

Doch ich bin froh,
froh, dass ich alles bin, oder versuche es zu sein.
Mal freundlich, mal ein wenig roh,
nur manchmal wirkt es doch wie Schein.

Er ist es nicht!
Von Hippie bis Pseudookkultist,
Tänzer und Musiker auf Pflicht,
dass man Heavy Metal bloß nicht vergisst.

Und Philosoph und Kritiker,
Komponist und Psychologe,
Artist und Mathematiker,
Verfallener der Wunschtraumdroge.

All das und noch mehr
Zähl ich zu meinem Wesen.
Ich lauf nicht gerade, ich lauf quer.
Warnschilder: überlesen.

Viele Leben- viele Namen,
wie man mich ruft, wie man mich kennt.
Nicht grad die von Nobeldamen,
doch welche, die man anerkennt.

Noch viel mehr gäbe es zu berichten
Über meine Gedanken, über mich,
doch darauf möchte ich jetzt verzichten.
Schau her oder lass es: das bin ich!


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Die Alten wissen’s besser

Der Gram der Alten zetert unermüdlich in den Knochen,
man hört sie tottern, hört ach so weises Blut in ihnen pochen.
Sie schimpfen, horch wie sie mit Lust den Stolz der Jugend morden,
man denkt bald, nur zu Schimpfen sind sie alt geworden.
Und wenn sie sagen, wie es ist, dass wir nur schlechter werden,
was sind wir taub für jedes Wort, das sie uns mühsam lehrten?
Und wenn wir falsch sind, nicht nach ihren himmeljauchzend Taten streben,
was kümmert sie’s? Unsere Fehler werden sie nicht überleben.


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Mein Herz brennt

Mein Herz entflammte lichterloh
Und Flammen stiegen munter, froh
Hinauf, hinauf, nur höher noch,
Ruß in meine Seele kroch,
heiße Asche auf mir verglüht,
gekochte Träne mich verbrüht
und brannte, brannte immerfort,
bis nur noch blieb kalt Asche dort,
vom Winde wurd sie dann verweht,
so mein Herz auf ewig geht.

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Abschiedsträne

Still und leis ein Tropfen rollte,
als wenn man ihn nicht sehen sollte,
steigt langsam und mit viel Bedacht
fort, wo er so viel Zeit verbracht.
Küsst sampft die Wange, dann den Mund,
hinab zum Kinn, noch groß und rund,
gibt sich schnell den letzten Stoß
hinab und fällt. Zerspringt. Zerfloss.
Und zögernd kosteten die Lippen,
ließen am letzt gebliebenen nippen
und dann erst wusst man salzig klar,
dass Tropfen die Träne des Abschieds war.
Die Träne, verzweifelt, starb allein,
wie sollt es beim Bleibenden anders sein.

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Das Faultier

Das Faultier liegt träge in der Sonne
Und müht sich wohl um einen stillen Platz.
Doch ist es Trägheit, die das jene
Nie vorwärts kommen lässt mit einem Satz.

So lässt es den Gedanken hängen,
Wie heiß ihm wird unter seiner Haut.
Schickt ein Ärgerzwinkern, merklich kaum,
Warum man hier den keinen Schatten baut.

Und weil es sich sonst nicht zu helfen wusste,
Schaut es sich schnell den Kopf von innen an.
Das Faultier liegt faulend in der Sonne
Und hat damit schon viel zu viel getan.

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Nazipenner

„Fick dich, du scheiß Penner!“, hört man auf der Straße eine Gruppe Nazis gröhlen, die auf einen wehrlosen Obdachlosen einprügeln.
Ihre Springerstiefel rammen sich immer wieder in seine Rippen. Bam! Bam! Immer wieder bis es knackt. Drei rippen gebrochen. Egal! Immer wieder. Bam!
Schlagringe rammen sich in sein Gesicht, bis seine nach Alk stinkende Fresse aussieht, wie durch den Mixer gerührt. Er ist schon lange bewusstlos, aber die Glatzen hören erst auf, als sein Kopf blutet wie eine auslaufende Tomatensaftflasche.
Es ist dunkel. Er sieht nur schwarz. Schwarz überall.
„Diese scheiß Nigger!“, denkt er sich. Verpesten seine Luft mit ihrem, nach Wichse stinkenden Atem und begehen seine Straße. Seine, seine ganz allein! Benutzen seine verdammten Bänke und wohnen in seinen verdammten Häusern, leben in seiner beschissenen Welt. Seiner!
Ihrer? Unserer? – Nein!
Gott er hat kaum Geld für Pullen, geschweige denn, um sich zu ernähren und diese verkackten Afros setzen ihre fettgefressenen Ärsche in Wagen, die ihm gehören könnten.
Ihm, dem Mächtigen, dem Weißen, Nazi!
Er könnte kotzen, denn er hungert nach Hackfressenpüree und dem Gefühl, das er hat, wenn sie wimmernd am Boden liegen und sich ihr verschmutztes Sklavenblut auf die Straße, seine Straße, verteilt und langsam den Gulli runterläuft.
Wie ihre Knochen splittern. Wie ihre Angst stinkt. Gott, wie er das liebte!
Und nun? Jetzt liegt er am Boden, der alte Nazi. Zerfleischt von seinen eigenen Leuten. Wie Tiere.
Denn er war Minderheit, er war Penner und sie verabscheuten ihn, wie er Penner damals verabscheut hatte. Jetzt liegt er am Boden. Halb tot. Und jeder geht vorbei.
„Besser das, als Minderheit sein. Besser tot, als schwarz.“, dachte er sich.

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Thors Erben

Man sieht, du hast den Tunnelblick.
Vor dir erstarrt das Ende.
Der Anfang blickt dir nicht zurück.
Es ist zu eng zur Wende.

Man schenkte dir Scheuklappen;
zu scheußlich war das Sehen
und stolz trägst du dein Landeswappen
ohne nach links und rechts zu gehen.

Wie liebliche Musik erklingt dir
der Tritt deiner Stahlkappenschuhe.
Wieviele der andern brachtet ihr,
du und die deinen, schon in die Truhe?

Denken ist hässlich, denken strengt an
und du läufst auf gelaufenen Pfaden,
verstehst nicht, wieso jeder ein Mensch sein kann,
stirbst als Unmensch mit dein' Kameraden.

Lasst euch den Tod und den Heiligenschein
nur schnell wieder tief vergraben.
Doch Dummheit bleibt dumm und wird immer sein,
wieviele auch sterben und starben.

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Er

Er lauschte lang und lauschte tief
Und hört doch das, was niemand rief
Und fragt sich Dinge, die nichts beantworten
Und vertritt Meinungen, die nichts befürworten
Und geht weg und bleibt doch immer dort,
schwingt große Reden und sagt doch kein Wort,
entdeckt Sachen, die es gar nicht gibt,
verflucht sein Ich, was er doch so liebt
und plagt sich, fragt sich, ewig und nie,
weiß keinen Rat auf er, es und sie,
zerstört und mordet ohne Bürde,
zerkratzt mit Lust die eigne Würde
und fühlt sich dann ach so bemitleidenswert,
auch wenn ihm’s beim andern ’nen Teufel schert
und weiß alles, ist alles, ist der, der alles besser kann.
Auf dich, mein Menschlein, was bist du human.

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Die Stadt

Geräuschvoll ist die Nacht,
nur in den Gassen
herrscht bedrückende Stille.
Allein in den Massen.
Schwach ist das Herz, doch stark der Wille,
dass man am nächsten Tag erwacht.

Kahle Wände wärmen nicht,
wenn von Norden heult der Wind.
Wenn dich keiner schützen will,
schnell die Lebensfreude schwind’.
In den Köpfen wird es still,
weil von außen keiner spricht.

Riesen ragen in den Himmel.
Leben im Innern,
Leben drum rum.
Mittel zum Zweck: übertönt das Wimmern,
lässt laut Rufe werden stumm.
Leben: leben im Gewimmel.

Tagleuchter lassen meinen
Licht kommt ins Gemüt,
doch Lebensraum wirft Schwermutschatten,
der nie verfrüht
stumm Lachen lässt hören, aus Kanälen, von Ratten,
wenn Mensch denn denkt die Sonn’ würd scheinen.

Nur höher noch,
noch größer, neuer,
verdoppeln, verschnellern, erweitern,
und ächzen tut alt Erdgemäuer
bis Utopia wird scheitern,
und fällt, und fällt... welch düstres Loch.

So lasst euch höher, nur höher bauen,
lasst leben, dass wir uns nicht mehr kennen,
nie zurück, nur vorwärts schauen,
geradwegs in den Abgrund rennen.
Mensch, da hast du deinen Garten Eden,
nur mehr als den Apfel, wird er dir nicht geben.

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An der Frankfurter

Der Schnee pfeift eisig um die Nase.
Mir geht's nicht gut,ich bin gerad in son ner Phase.
Die Finger taub, die Nerven blank, doch alles ist einerlei.
Mein Leben zieht an mir vorbei.

Der alte Mann auf der Brücke spielt immerzu das gleiche Lied.
Es ist schon traurig wenn man ihn so stehen sieht.
Die Noten einsam, tragen sie denn einen Sinn?
Ich werf ihm einfach mein Herz hin.

Ich gehe weiter, fahre zur nächsten Station.
Will schnell nach anderswo, die Gegend kenn ich schon.
Doch wärend ich mich frage: Wann kommt endlich meine Bahn?
Hör ich mir aus der Ferne etwas an.

In der Ecke sitzt ein Asselpunker mit seiner Gitarre.
Seine Stimme ist ganz rau, denn er raucht zu gern Zigarre.
Sein bester Freund ist nur ein Hund. Die Leute geben ihm kein Geld,
doch er singt als gehöre ihm die ganze Welt.

In Wahrheit mögen ihn die Menschen und wären gerne so wie er
denn seine Lieder sind voll Leben und unsre Seelen sind so leer.
Er singt von Liebe und von Freiheit und von allem was uns fehlt
und ich fühl mich, als gehöre mir die ganze Welt.

Und ich lausche und ich lächle und vergesse meinen Gram,
vergess die Sorgen und Probleme, wohin ich will, woher ich kam.
Der Asselpunk spielt unermüdlich ohne den Kopf zu heben.
Nichts hab ich mehr, muss leider fort, ohne ihm was zu geben.

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Tsunami

Es ist Salz in aller Augen.
Das Meer hat Tränen angeschwemmt
und Wellen voll Verzweiflung brachen
sich am Leben, ungehemmt.

Wo vorher noch alle ihr Dasein genossen,
Touristen labten sich fröhlich am Strand,
dort ist jede Freude mit einmal verflossen
und leblose Körper bedecken den Sand.

Da kam keine Warnung, da konnt niemand sagen:
Ich weiß, dass wir gleich sterben müssen.
Dann war es ganz plötzlich vorbei
und das alte Jahr ließ letztmalig grüßen.

Die Flut hat so vieles weggeschwemmt
und jetzt wachsen die Leichenberge.
Glücklich ist, wer noch weinen kann,
denn er blieb ein Teil dieser Erde.

Die Hinterbliebenen suchen die Ihren
und danken auf Knien, wenn sie leben.
Doch der Mensch ist noch immer ungewiss:
Wieviel wird es noch zu beklagen geben?

Man hört es bis über den Ozean;
nach Hilfe, nach Rettung schreit er.
Wir schaun uns das Elend im Fernsehn an
und das Leben geht einfach weiter.


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Ewig stumm bleibt welkes Laub

Quäl mich nicht länger
Meine Kraft geht zuneige
Ich will nicht länger kämpfen
Allein kämpfen
Wohl um nichts kämpfen
Dir ist alles egal
Nichtmal mein Schatten
Berührt deine Aufmerksamkeit
Rühr dich
Geh
Geh fort
Kein letztes Wort
Der Gnadenstoß
Und auch die Luft
Soll nie mehr deinen Namen tragen
Du bist mir zu Staub geworden
Und ich dir noch weniger
Unverständnis!
Aber ich bin keine Mehrwegflasche
Nur bei Zeiten so leer.
Geh jetzt, denn du bist frei.

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Regenguss

In den Wolken stand geschrieben
Wer bald mit mir die Liebe teilt.
Doch sie sind nicht bei mir geblieben,
schnell wie der Wind davongeeilt.

Da rannte ich und rannte
Über Berge, Wiesen, Meere,
kam durch die Welt, die ich nicht kannte,
und fand im Himmel doch nur Leere.

Ich gab auf und ging zurück nach Haus,
schlief ewig und wollte nie erwachen.
Nach Jahr und Tag kam ich heraus,
sah dich aus einer Pfütze lachen.



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